Hormonbehandlung hilft bei akutem Tinnitus
„Tinnitus ist ein Problem unserer schnelllebigen Zeit“, so Dr. Jörn Richter, HNO-Facharzt mit Privatpraxis in Winterhude.
Tinnitus beschreibt ein Symptom, einseitig oder beidseitig auftretender Töne, Pfeifen oder Geräusche. Häufig ist die Lärmbelästigung ein Warnsignal, dass wir uns körperlich oder seelisch übernommen haben. Die Erfahrung zeigt, dass insbesondere bei früh diagnostiziertem akuten Tinnitus die Infusionstherapie mit durchblutungsfördernden Mitteln und Hormonen (Cortisol) gute Erfolge erzielt und der Patient gute Chancen auf eine spontane Heilung hat.
Spätestens wenn die primäre Infusionstherapie erfolglos bleibt und ein chronischer Tinnitus diagnostiziert wird, sollten weitere Ursachen ausgeschlossen werden:
So können Gleichgewichtsuntersuchungen Schädigungen der Hör- und Gleichgewichtsnerven lokalisieren, Messungen der Hirnströme zentrale Hirnschädigungen ausschließen und Blutuntersuchungen Aufschluss über Viren, Bakterien oder Stoffwechselerkrankungen geben.
Die Hälfte aller chronisch Betroffenen kann nach einiger Zeit mit Ihrem Tinnitus leben. Für die andere Hälfte bedeutet das Ohrengeräusch jedoch psychischen Stress und seelische Qual. Folgeerscheinungen sind Schlafstörungen, Lustlosigkeit, Angstzustände und soziale Isolation bis hin zu schweren Depressionen.
Dr. Richter: „Diese Patienten benötigen professionelle Hilfe. Ihnen kann beispielsweise durch autogenes Training, Akupunktur oder die Verordnung eines Hörgerätes, welches das Ohrgeräusch maskiert, geholfen werden.“ Originalartikel als PDF






